Federtypen

Drehfedern und Schenkelfedern

Federn, die nicht axial, sondern um ihre Achse belastet werden: der Körper wird verdreht, die Schenkel drehen sich gegeneinander. Im Deutschen werden beide Begriffe nebeneinander verwendet — gemeint ist dasselbe Bauteil.

Warum hier anders gerechnet wird

Bei der Drehfeder wird der Draht nicht verdreht, sondern gebogen. Deshalb geht nicht der Schubmodul, sondern der Elastizitätsmodul in die Rechnung ein, und das Ergebnis ist kein Kraft-, sondern ein Momentwert.

Die Wickelrichtung ist keine Vorliebe, sondern eine Regel: die Feder muss in Wickelrichtung belastet werden. Andernfalls öffnet sich der Körperdurchmesser, die Windungen lockern sich auf der Welle und die Lebensdauer fällt spürbar ab. Eine früh gebrochene Feder ist im Feld häufiger falsch herum eingebaut als aus schlechtem Werkstoff.

Schenkelformen

Zwei unterschiedliche Schenkel an demselben Körper ergeben praktisch zwei verschiedene Federn: je länger der Schenkel, desto geringer das für denselben Winkel nötige Moment. Deshalb werden Schenkellänge, Schenkelwinkel und Wickelrichtung getrennt abgefragt.

Doppelte Drehfedern

Bei doppelten Drehfedern verteilt sich die Last auf zwei Wickelkörper mit langen Schenkeln. In Landmaschinen ist das die häufigste Bauform — Zinken an Schwadern und Pressen arbeiten fast immer so.

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